Ihre Katze verlässt sich auf Sie!

Schutzimpfungen gegen diverse Katzenkrankheiten sind das Beste, was Sie für Ihre Katze tun können, damit sie ein langes, gesundes Leben vor sich hat.
Schon die Katzenmutter hat mit Hilfe der Antikörper in ihrer Milch dafür gesorgt, dass Ihre Jungen in den ersten Lebenswochen gegen Krankheitserreger immun sind.
Doch nach dieser Zeit ist es die Aufgabe des Tierbesitzers, mit Hilfe seines Tierarztes diesen Schutz zu übernehmen.

Wie funktioniert eine Impfung?

Impfstoffe enthalten kleine Mengen abgeschwächter oder abgetöteter Viren, Bakterien oder anderer krankmachender Mikroorganismen. Verabreicht man diese nun der Katze, wird das Immunsystem zur Bildung von Antikörpern stimuliert, die die Katze zukünftig vor der Krankheit bewahren. Die Impfung führt dabei natürlich zu keiner Erkrankung des Tieres.

Wann sollte meine Katze geimpft werden?

Der Impfschutz der Katze läßt im Allgemeinen in den ersten 6 bis 12 Lebenswochen nach der Geburt nach. Gewöhnlich ist dann der Zeitpunkt für die erste Impfung. Ihr Tierarzt wird Sie beraten, wie oft und in welchen Abständen diese Impfungen wiederholt werden müssen. Ab dann wird Ihre Katze ihr Leben lang in regelmäßigen Abständen eine Auffrischung des Impfschutzes benötigen.

Welche Impfungen benötigt meine Katze?

Die meisten Tierärzte sind sich darüber einig, dass ihr Tier gegen diejenigen Infektionskrankheiten geimpft werden sollte, die am weitesten verbreitet sind, bei denen eine hohe Ansteckungsgefahr besteht und die eine schwere Erkrankung ihrer Katze zur Folge haben können. Zu diesen Krankheiten werden gezählt:

  • Katzenschnupfen
  • Feline Infektiöse Peritonitis
  • Katzenseuche
  • Tollwut
  • Katzenleukose
  • Chlamydieninfektion

Katzenschnupfen
Beim Katzenschnupfen handelt es sich um eine Mischinfektion mit verschiedenen Viren (Herpes- und Calicivirus) und einer sekundären bakteriellen Besiedlung (Clamydieninfektion / siehe Punkt 6).
Ähnlich wie es sich mit einer Erkältung des Menschen verhält, erfolgt die Ansteckung leicht von einer Katze auf die nächste.
Die Symptome sind leichtes Fieber, Appetitlosigkeit, Husten, Nasen- und Augenausfluss. Außerdem kommt es zu Entzündungen der Maulhöhle und des Rachenraums sowie der Lunge. Besonders oft betroffen sind junge Katzen, doch auch für ältere Katzen stellt diese Krankheit auf Grund der schlechten Therapierbarkeit eine ernsthafte Gefahr dar.
 
Feline Infektiöse Peritonitis (FIP)
Katzen infizieren sich mit dem Coronavirus über direkten Kontakt, Fressnäpfe oder Katzenkot.
Bei manchen Tieren entsteht nach dieser Infektion die sogenannte FIP. Appetitlosigkeit, Abmagerung, Mattigkeit und Fieber sind die Symptome, ebenso wie eine Umfangsvermehrung des Bauches auf Grund entzündlicher Prozesse (=Peritonitis) begleitet von einer Entzündung verschiedener anderer Organe.
Prädisponiert sind Katzen aus Mehrkatzenhaushalten und Freigänger. Meist erkranken Tiere, die jünger als 2 Jahre alt sind.  
Schützen Sie Ihre Katze dagegen mittels einer Impfung!

Katzenseuche
Die meisten Katzen werden in ihrem Leben diesem Virus einmal ausgesetzt sein, da es so resistent ist, dass es sogar länger als 1 Jahr außerhalb des Tierkörpers überleben kann.
3-9 Tage nach einer Ansteckung wird die Katze teilnahmslos, sie muss erbrechen, bekommt Fieber und Durchfall. Dadurch entsteht ein großer Flüssigkeitsverlust, das Tier ist stark geschwächt und wird anfällig für weitere Infektionen.
Die Behandlung von Katzenseuche erweist sich als sehr schwierig und die Erkrankung endet sehr häufig mit dem Tod des Tieres.
Die Infektionsrate bei ungeschützten Tieren beträgt 90-100%, somit ist auch in diesem Fall eine Schutzimpfung dringend anzuraten.
 
Tollwut
Hierbei handelt es sich um eine unheilbare Erkrankung des Zentralen Nervensystems. Das Virus wird an Verletzungsstellen eines Tieres durch den Speichel eines anderen Tieres, aber auch auf den Menschen übertragen. Der Verlauf ist immer tödlich!
Aus diesem Grund gibt es eine Tollwutschutzverordnung, die besagt, dass an Tollwut erkrankte Tiere getötet werden müssen. Dies gilt auch für Katzen, die mit tollwutkranken oder seuchenverdächtigen Tieren in Berührung gekommen sind. Diese Tötungspflicht besteht jedoch nicht, wenn die Katze eine gültige Tollwutschutzimpfung hat!
Infizierte Tiere zeigen ungefähr 14 bis 60 Tage nach der Ansteckung Verhaltensänderungen, Speichelfluss, Beißwut und Magen-Darmprobleme. Schließlich treten Lähmungserscheinungen auf, es kommt zum Tod.

Katzenleukose
Die Infektion mit dem Felinen Leukose-Virus (FeLV) betrifft das blutbildende System. Es kommt zu tumorösen Entartungen der Blutzellen und Organe, das Immunsystem der Katze wird stark geschwächt. Die Symptome der Leukose können erst Monate wenn nicht sogar Jahre nach der Ansteckung zum ersten Mal auftreten. Während dieser Zeit ist die Katze in der Lage, andere Artgenossen anzustecken. Auch hier besteht keine Möglichkeit zur Heilung, eine vorbeugende Impfung ist daher sehr wichtig.
   
Chlamydieninfektion
Diese bakterielle Erkrankung ist für 5% aller Atemwegserkrankungen bei der Katze verantwortlich. Chlamydien sind extrem ansteckend, besonders bei jungen Katzen ist die Infektionsrate sehr hoch.
Die Infektion betrifft die Schleimhäute der Augen und die Lunge. Eine Übertragung der Bakterien auf den Menschen ist möglich.

Andere Impfungen

Nachdem der Tierarzt bei Ihrer Katze die individuelle Situation und Risikofaktoren eingeschätzt hat, kann er Ihnen auch Impfungen gegen andere Infektionen empfehlen. Immer abhängig von der Lebensweise Ihrer Katze und der Wahrscheinlichkeit, dass Ihre Katze mit diesen Krankheitserregern in Kontakt kommen kann.

Wie effektiv ist eine Impfung?

Wie bei jeder medikamentösen Behandlung oder chirurgischem Eingriff kann auch bei Impfungen eine 100%ige Sicherheit nicht garantiert werden. Nichtsdestotrotz ist in Kombination mit angemessenem Futter und guter Pflege eine Impfung der beste Schutz gegen Krankheiten. Außerdem sind Impfungen sehr kostensparend, wenn Sie bedenken, was langwierige Behandlungen kosten würden. Und Ihre Katze wird außerdem vor viel Leid bewahrt!

Dr. med. vet. Dr. (Univ. Turin)

peter schunk

EXKLUSIV IN UNSERER PRAXIS:

Herr Dr. Schunk ist Mitglied im Dortmunder Kreis DOK Gesellschaft für Diagnostik genetisch bedingter Augenerkrankungen bei Tieren e.V., sowie Mitglied in der Gesellschaft für Röntgendiagnostik genetisch beeinflusster Skeletterkrankungen bei Kleintieren e.V. (GRSK).

Eine tierärztliche Untersuchung auf erbliche Augenerkrankungen Ihres Hundes oder Ihrer Katze ist kurzfristig innerhalb von einer bis 24 Stunden möglich – vereinbaren Sie Ihren Sofort-Termin am besten direkt telefonisch!

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