Abschied nehmen

Der Umgang mit dem Verlust eines Tieres

Der Tod eines geliebten Haustieres kann sehr schmerzhaft sein. So ein Tier ist nicht nur ein Familienmitglied, sondern auch ein vertrauensvoller Freund, ein treuer Spielgefährte für unsere Kinder und ein wichtiger Lebensgefährte im Leben Alleinstehender, Alter oder Hilfebedürftiger.Tiere bereichern unsere tägliches Leben; ihr Verlust hinterlässt eine tiefe Leere in uns.

Es gibt viele Gründe, warum man sich mit dem Tod des Tieres auseinandersetzen sollte:

  • Lebensbedrohliche Krankheit
  • Hohes Alter oder Senilität
  • Schlimmer Unfall oder andere unerwartete Ereignisse
  • Verhaltensprobleme
  • Lange oder chronische Krankheit, die einer enorm zeit- und geldaufwendigen Behandlung bedarf


Die meisten dieser Faktoren werden Ihnen das Herz schwer machen, weil Sie durch sie mit der Frage des Einschläferns konfrontiert werden. Sie als Tierbesitzer sind für die Gesundheit und das Wohlbefinden Ihres Hundes verantwortlich. Wenn die Lebensqualität des Hundes durch einen der Faktoren stark gemindert wird, müssen Sie eine der schwersten Entscheidungen Ihres Lebens treffen. Mit einer Euthanasie wird das Leiden des Hundes beendet.
Daher ist es wichtig, sich schon einige Zeit vor dem Tod des Hundes sich mit dessen Verlust auseinander zu setzen.

Anzeichen für eine Minderung der Lebensqualität Ihres Hundes

  • Schmerz oder Unwohlsein beim Laufen oder anderen Bewegungen
  • Drastischer Appetitverlust
  • Erbrechen und/oder Durchfall nach der Nahrungsaufnahme
  • Atembeschwerden
  • Inkontinenz oder andere ernste Probleme bezüglich Harn- und Kotausscheidung
  • Hör- und Sehprobleme
  • Gefährliches, nicht umgängliches und nicht zu verantwortendes Verhalten des Hundes

Holen Sie sich Unterstützung

Sprechen Sie mit Ihrem Tierarzt. Er kennt Ihren Hund und kann Ihnen eine gute Beurteilung des Gesundheitszustandes und Einschätzung des Leidens geben. Ihr Tierarzt wird Ihnen seine Meinung zur Lebensqualität Ihres Hundes geben können und Sie dadurch in einer Entscheidungsfindung unterstützen.
Reden Sie auch mit Freunden und Familie; sie werden Ihnen  in dieser schweren Zeit mit Rat zur Seite stehen.

Erwachsene trauern

Einen Freund zu verlieren - und Ihr Hund war ein treuer Freund - ist immer schmerzhaft. So einen Verlust zu verkraften ist nicht leicht. Man fühlt Schmerz, Trauer, Wut und unendliche Leere. Diese Gefühle sind normale Reaktionen und sollten ausgedrückt werden.
Jeder geht anders mit seiner Trauer um und benötigt unterschiedlich viel Zeit, um darüber hinweg zu kommen. Nehmen Sie sich die Zeit, die Sie brauchen. Weisen Sie Ihre Familie oder Freunde nicht ab; sie können eine hilfreiche Unterstützung in dieser schweren Zeit für Sie sein.

Kinder trauern

Seien Sie ehrlich zu Ihren Kindern. Kinder sind sehr intuitiv; sie merken, wenn etwas nicht stimmt. Bei kleinen Kindern ist es wahrscheinlich besser, das Kind nicht mit dem Entscheidungsprozeß einer möglichen Einschläferung zu belasten. Haben Sie die  Entscheidung aber gefällt, sprechen Sie mit Ihrem Kind offen darüber. Benutzen Sie dem Alter entsprechend einfache Wörter und antworten Sie ehrlich in z. T. vereinfachter Weise auf seine Fragen. Das Kind wird Ihre Ehrlichkeit zu schätzen wissen und besser mit der Situation zu Recht kommen können.
Vermeiden Sie beschönigende Ausdrücke. Kleine Kinder würden irritiert sein, wenn Sie z.B. sagen "Er ist eingeschlafen". Wenn sie dann bemerken, dass ihr Spielgefährte nie wieder kommen wird, könnten sie tatsächlich abends Angst vor dem Einschlafen bekommen.
Ermutigen Sie Ihre Kinder über den Verlust zu sprechen; das ist eine Möglichkeit der besseren Verarbeitung. Teilen Sie Ihre Gefühle mit Ihrem Kind, denn geteiltes Leid ist halbes Leid.

Der Heilungsprozeß

Auch wenn es zuerst nicht den Anschein hat, das alte Sprichwort stimmt: Die Zeit heilt alle Wunden.
Akzeptieren Sie, dass Ihr Hund gestorben ist und geben Sie sich alle Zeit, die Sie brauchen, um darüber hinweg zu kommen. Gespräche mit Ihnen nahe stehenden Menschen oder mit solchen, denen dasselbe wiederfahren ist, können sehr befreiend sein. Mit der Zeit verblasst der große Schmerz und Sie werden sich voller Dankbarkeit an die glückliche Zeit, die Sie mit Ihrem Hund verbracht haben, erinnern können.

Dr. med. vet. Dr. (Univ. Turin)

peter schunk

EXKLUSIV IN UNSERER PRAXIS:

Herr Dr. Schunk ist Mitglied im Dortmunder Kreis DOK Gesellschaft für Diagnostik genetisch bedingter Augenerkrankungen bei Tieren e.V., sowie Mitglied in der Gesellschaft für Röntgendiagnostik genetisch beeinflusster Skeletterkrankungen bei Kleintieren e.V. (GRSK).

Eine tierärztliche Untersuchung auf erbliche Augenerkrankungen Ihres Hundes oder Ihrer Katze ist kurzfristig innerhalb von einer bis 24 Stunden möglich – vereinbaren Sie Ihren Sofort-Termin am besten direkt telefonisch!

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